Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg
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Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg

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Heerlen


Giel Berix
,
Districtschef LO
Wikimedia


St. Josefziekenhuis Heerlen

Karel van Berckel

Chef de clinique
Wikimedia
https://www.openstreetmap.org/relation/1411782#map=10/50.8763/5.9713

Der Distrikt Heerlen der L.O. bestand aus acht Rayons (Unterdistrikte):

  1. rayon Heerlen
  2. Hoensbroek
  3. Kerkrade
  4. Ubach over Worms
  5. Brunssum
  6. Geleen
  7. Klimmen
  8. Valkenburg

Bron: Dr. Fred Cammaert, Het Verborgen Front, hoofdstuk VIb $VIII: De L.O.-districten

Heerlen war der Sitz des gleichnamigen LO-Distriktes. Das St. Joseph Krankenhaus unter der Leitung des Chef de Clinique Karel van Berckel spielte als Hauptquartier eine prominente Rolle. Der erste Distriktleiter war Kaplan Giel Berix. Der Feuerwehrkommandant Charles Bongaerts war „natürlich“ oft da anzutreffen.
Die Stadt Heerlen war ein Beispiel für gut zusammenarbeitende Widerstandsgruppen. Sie kamen aufgrund der starken sozialen Abschottung (Versäulung genannt) in der damaligen Zeit zunächst nicht gut miteinander aus, sofern sie sich überhaupt kannten. Sie kamen aus sehr unterschiedlichen Bereichen:

  • Die zumeist konservativ eingestellten Ex-Militärs wie Smit und Bongaerts, die aus nationalen Erwägungen heraus Widerstand leisteten. Sie waren schon früh aktiv, wurden aber auch relativ früh von den Besatzern aufgespürt.
  • Die Katholiken, die sich in der LO und der KP (kommandogruppe) organisiert hatten. Ab 1943 waren sie die mit Abstand größte Widerstandsorganisation im Revier, aber auch in ganz Limburg. Der wichtigste „Distrikt“-Leiter der LO von Heerlen war Giel Berix, Kaplan an der Pankratiuskirche, der Hauptkirche von Heerlen.
  • Die Reformierten, wie der Heerlener Pfarrer Pontier und Jaap Musch, die sich vor allem für die Rettung von Juden und insbesondere von jüdischen Kinder einsetzten.
  • Die Kommunisten, eine geschlossene Gruppe, viele von ihnen Bergleute, die zunehmend mit anderen Gruppen wie der LO zusammenarbeiteten. Die Widerstandsgruppe mit den meisten Todesopfern im Verhältnis zu ihrer Mitgliederzahl.
  • Die Sozialdemokraten verfügten über keine eigene Widerstandsgruppe, abgesehen vom RVV, der in Limburg allerdings recht unbedeutend war. Einige von ihnen arbeiteten u.a. mit im Team von Pater Beatus.

Einer der größten Netzwerker, dem es gelang, all diese widersprüchlichen Gruppen zur Zusammenarbeit zu bewegen, war der Franziskaner Gerard van Beckhoven, besser bekannt als Pater Beatus. Er und sein Kreis von Menschen aus all diesen Gruppen bildeten den Kitt dieser Zusammenarbeit.
Ein wichtiger Ort für all diese Aktivitäten war das St. Josefkrankenhaus, auch Putgraafziekenhuis genannt, wo der Chirurg und Klinikchef Karel van Berckel und die Nonnen das Sagen hatten.


Befreit: 1944-09-17


Heerlen war und ist das Zentrum des östlichen Kohlereviers der Niederlande. Während des Krieges waren die Zechen noch in vollem Betrieb und von großer Bedeutung für die Stromversorgung, aber auch für die Eisenbahnen und damit für die deutsche Wehrmacht. Infolgedessen konnten viele junge Männer, die nicht nach Deutschland gehen wollten, um dort zu arbeiten, legal hier bleiben. Aber es arbeiteten auch viele Untergetauchte in den Zechen, mit falschen Papieren, weil da nicht so genau darauf geachtet wurde.
Siehe auch April-Mai-Streiks von 1943.
Besuchen Sie das jüdische Mahnmal, Akerstraat, 6411GV, Heerlen. Ursprünglich war die Gedenktafel an der Innenseite des Balkons über dem Eingang der Synagoge in der Stationsstraat angebracht. Nach dem Verkauf der Synagoge an die Apotheke Ritsen wurde die Gedenktafel auf den jüdischen Friedhof gebracht.

Heerlen – 29 Pers.   ⇒Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes
Beckhoven, van
Gerardus
Pater Beatus
∗ 1899-09-21
Amsterdam
† 1945-03-20
Bergen-Belsen
Heerlen - L.O. - Geistlicher - Pater Beatus OFM, Flüchtlingshelfer mit einem umfangreichen Netzwerk. Er war sozusagen der Dreh- und Angelpunkt des Widerstands in Heerlen, der mit allen in Kontakt stand und so die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten Menschen ermöglichte. Klicken Sie oben auf „Heerlen“, um mehr darüber zu erfahren.
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Wand: links, Zeile 15-02
Beers, van
Adrianus Hubertus
∗ 1895-09-24
Wamel
† 1942-08-31
KZ Groß-Rosen
Heerlen - CPN - früher Widerstand - Gerüstbauer, half beim Schmuggeln von Flüchtlingen über die Grenze. Verhaftet am 24. Juni 1941.
Schließlich gelangte er in das Nacht und Nebel [1] KZ in Groß-Rosen [2], wo Albert Speer [3], Hitlers Architekt, Granit abbauen ließ, den er für den Bau der neuen Hauptstadt Germania brauchte.
  1. Nacht und Nebel
  2. KZ Groß-Rosen
  3. Albert Speer
  4. https://access.iisg.amsterdam/universalviewer/#?manifest=https://hdl.handle.net/10622/ARCH00347.148?locatt=view:manifest
  5. https://www.oorlogsgravenstichting.nl/persoon/8649/adrianus-hubertus-van-beers
  6. Digital Monument

  7. Wand: mittel, Zeile 05-02
Berckel, van
Karel C.
∗ 1892-08-19
Delft
† 1944-09-05
Kamp Vught
Heerlen - L.O. - K.P. - Presse - Chirurg und Klinikdirektor im St. Jozef-Krankenhaus am Putgraaf in Heerlen. Er war einer von denen, die dort ein wichtiges Widerstandszentrum und den Beginn der L.O. im Distrikt Heerlen schufen, von wo aus auch die Verbindung mit Valkenburg hergestellt wurde. Wie fast alle Menschen der Limburger L.O. war er ein frommer Christ. Außerdem schrieb er für die Heerlener Widerstandszeitung „Het Vrije Volk“.
Wand: links, Zeile 15-03
Berix,
Jan Willem
Giel
∗ 1907-04-12
Meers
† 1945-03-13
Bergen-Belsen
Heerlen - L.O. - Geistlicher - Untergetaucht - In den ersten Tagen von September 1943 gründete er mit anderen den L.O.-Distrikt Heerlen. Wurde Distriktsleiter, nachdem sich Rektor Prompers aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hatte. Siehe auch die spezielle Seite auf dieser Website.
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Jan Willem Berix op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: links, Zeile 15-04
Bongaerts,
Charles M.H.J.
∗ 1909-08-07
Venlo
† 1944-11-23
KZ Ladelund, KZ Neuengamme
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Ordedienst - Netzw. Bongaerts - Polizei - Verheiratet mit Trees (Theresa) Dahmen. Charles Bongaerts kämpfte 1940 während der fünftägigen Schlacht um die Niederlande als Reserveoffizier an der schwer umkämpften "Grebbenberg-Linie", die bis zur Kapitulation hielt. Charles Bongaerts war nach seiner Demobilisierung zunächst Inspektor der Polizei, später Feuerwehrchef in Heerlen, dem Zentrum des östlichen Kohlereviers, und hatte dadurch Zugriff auf Fahrzeuge, die es ihm und seiner Gruppe ermöglichten, eine wichtige Rolle im Widerstand zu spielen. Sie nahmen Flieger auf und brachten sie auf den langen Weg nach England über Belgien, Frankreich und Gibraltar. Einmal hielt Charles Bongaerts einen deutschen Militärkonvoi an und ließ unter dem Vorwand dringend gebraucht zu werden, einen Mechaniker sein Feuerwehrfahrzeug reparieren, während drei amerikanische Flieger hinten drin saßen. (Joseph Marie Phillipe Bongaerts DFC, FC, OHK1)
Vor dem Krieg war er Journalist beim Limburgsch Dagblad in Heerlen gewesen. Zusammen mit einigen anderen gründete er Het Vrije Volk (Das Freie Volk), nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Nachkriegszeitung. Diese Untergrundzeitung richtete sich vor allem an Bergleute und war sehr gut informiert, denn sie hatten überall ihre Leute, sogar bei der SiPo in Maastricht! (Cammaert XI, S. 1077)
Seine Gruppe wurde 1944 infiltriert (Englandspiel), auch Charles wurde verraten und starb am 23. November 1944 in einem deutschen Konzentrationslager.
Wand: links, Zeile 16-01
Cornips,
Constant Jozef Ernest
Constant
∗ 1895-09-19
Berg en Terblijt
† 1944-09-05
Kamp Vught
Heerlen - Berg en Terblijt - L.O. - „Komplizierterer Kleidungbedarf wurde vom Direktor des kommunalen Sozialamtes, Herrn Cornips, mit mir geregelt. Dieser war dafür aufgrund seiner Funktion sehr kompetent. Es ging vor allem um Anzüge, Kleider, Mäntel usw. für in ihrer Gesamtheit untertauchende Familien (überwiegend Juden) und Anzüge und Mäntel für Kriegsgefangene (vor allem Franzosen) und Piloten.“
Der Sohn dieses Constant Cornips war Jan Cornips, der Sekretär des Distriktleiters Berix der Heerlener LO. Weil die SiPo Maastricht nach ihm suchte, ihn aber nicht fand, wurde Constant mitgenommen. Er wurde am Dolle Dinsdag (Verrückten Dienstag) in Kamp Vught hingerichtet.
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Constant Jozef Ernest Cornips op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: links, Zeile 17-01
Dorst,
Mans
∗ 1905-12-10
Onstwedde
† 1942-11-12
Neuengamme
Heerlen - CPN - früher Widerstand - Presse - Fabrikarbeiter, Verbindungsmann der Parteizeitung De Waarheid. Verhaftet am 13. Januar 1942.
Wand: mittel, Zeile 06-01
Erkens,
Math.
∗ 1892-07-29
Schinnen
† 1944-11-19
Neuengamme
Heerlen - L.O. - Pieter Mathijs Erkens war seit dem 30. Januar 1934 Direktor der Ziegelei N.V. Beckers-Koten’s Steenfabriek in Heerlen. Während der Kriegsjahre 1940-1945 produzierte die Fabrik nicht. (Quelle: Paul Collard, Historich overzicht Kleiwarenfabriek Nuth BV, deel Heerlen, jan 2008, op Grofkeramiek.nl, pdf). Er wurde am 15-06-1944 verhaftet.
Wand: links, Zeile 16-02
Förster,
Maria Anna Clara
Mies
∗ 1915-11-16
Helmond
† 1945-03-18
Heerlen
- Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Heerlen - L.O. - - Krankenschwester, Assistentin des ärztlichen Gutachters beim städtischen Arbeitsamt in Heerlen. „Sie bewahrte zahlreiche für tauglich erklärte Personen davor, zur Zwangsarbeit nach Deutschland geschickt zu werden, indem sie in großem Umfang ärztliche Atteste änderte und selbst Untauglichkeitserklärungen unterzeichnete.“ [1]
Sie fälschte „die Unterschrift von Doktor Winters aus Kerkrade. Winters war ein N.S.B.-Mitglied (niederländische Nazi-Partei), der fast jeden, der von ihm untersucht wurde, zur Zwangsarbeit in Nazi-Deutschland zugelassen hat“. Sie arbeitete mit dem Gewerkschafter Jan Maenen zusammen, der Menschen mit einem Mittel „behandelte“, das Ekzeme verursachte. Mies Förster sorgte dann für eine lupenreine Ausmusterung. [2] Nach Angaben von De Nieuwe Mijnstreek [3] rettete sie Hunderte von Jungs aus den Händen des Feindes.
Sie wurde im Auftrag der SiPo Maastricht von einem Kollegen überwacht, der N.S.B.-Mitglied war und musste 1943 untertauchen. „Ihre Nachfolgerin, Fräulein M.A.P. Duysens, setzte Försters Aktivitäten fort.“ [1] Ihre Kollegen in Venlo und Roermond taten Ähnliches.
Sie leistete auch Kurierdienste. Infolge ihrer Widerstandstätigkeit zog sie sich eine schwere Krankheit zu, der sie am 18. März 1945 erlag. [4].


Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-11
Gerards,
Wilhelm
∗ 1907-11-04
Bottrop (D)
† 1942-07-24
Heerlen
Heerlen - CPN - Presse - Bauarbeiter. Am 17. August 1942 hielt die SiPo Gerards in Heerlerheide zum wiederholten Mal an, während er der die illegale Zeitschrift De Vonk verteilte. Er wurde beim Versuch zu fliehen niedergeschossen und starb im Krankenhaus. Nach Angaben der Oorlogsgravenstichting (Kriegsgräberstiftung) und bei wo2slachtoffers.nl starb er am 24. Juli 1942. Der Text derselben Biographie auf wo2slachtoffers.nl wird jedoch der 17. August 1942 angegeben.
Wand: mittel, Zeile 07-01
Janssen,
Sjef
∗ 1923-01-13
Heerlen
† 1943-03-29
Hamburg-Neuengamme
Heerlen - Dutch-Paris - früher Widerstand - Gruppe Smit - Joseph Jean Elise Janssen war Angestellter eines Bergwerks, Mitglied der Gruppe Smits sowie der internationalen Widerstandsgruppe und Fluchtlinie Dutch-Paris, ebenso wie sein Onkel Joseph Lejeune und Jean Caubo.
Wand: links, Zeile 15-05
Konieczny /Koniecny,
Edmund (Ed)
∗ 1912-10-02
Lünen (D)
† 1944-09-08
Berg en Terblijt
Heerlen - L.O. - lokale Kontaktperson - Edmund Konieczny wohnte in Heerlen und war Dolmetscher und vereidigter Übersetzer. Seine Eltern wurden in Polen geboren. Mitglied der LO-Heerlen.
„Koniecny, der seit Ende 1942 den Beruf des Dolmetschers/Übersetzers ausübte, widmete sich hauptsächlich den untergetauchten Polen. Darüber hinaus sammelte er mit Landsleuten Waffen, Munition und Sprengstoff und verübte Sabotageakte. Als Folge von Verrat wurde er am 24. August 1944 von fünfzehn SS-Männern in seinem Haus in Heerlen verhaftet.“ Cammaert, S. 669
„Spezialist für die Betreuung von untergetauchten Polen. Wurde aus dem Gefängnis Maastricht befreit und betrat auf dem Heimweg verbotenes Gelände. So wurde er am 8. September 1944 von den Deutschen erschossen.“ Het Grote Gebod S. 339.
Laut Cammaert wurde Konieczny am 7. September 1944 in Berg en Terblijt von dem Maastrichter SiPo-Mitarbeiter Nitsch mit einem Genickschuss getötet.
In der Sterbeurkunde wird der 8. September 1944 als Todesdatum angegeben.
Wand: links, Zeile 16-03
Kuypers /Kuijpers-?,
Johan
∗ 1924-07-08
Heerlen
† 1945-01-26
Heerlen - CPN - Die oorlogsgravenstichting (Niederländische Kriegsgräberfürsorge) schreibt: „Johannes Wilhelmus Kuijpers war Kellner / Mitglied des Widerstandes“. In Cammaert X, Anlage VIII, Arrestatie communisten en radicale socialisten 1940-1945 (Verhaftung von Kommunisten und radikalen Sozialisten 1940-1945) lesen wir: „Verhaftet am 1. März 1941 in Nieuwenhagen“. Handelt es sich hier um dieselbe Person?
Wand: links, Zeile 17-02
Lubben,
Johan Herman
∗ 1893-10-24
Enschede
† 1944-12-07
Bergen-Belsen
Heerlen - CPN - Presse - Bergmann. Letzter Wohnort: Heerlerheide.
Alle folgenden Informationen finden Sie auf Scans, die von einem Familienmitglied bei https://www.verzetsmuseum.org/dachau/johan-herman-lubben eingereicht wurden. Eine Zusammenfassung dieser Dokumente finden Sie unter http://www.humanitarisme.nl/personen/index.php?m=family&id=I55577.
Er wurde 1916 als Kriegsdienstverweigerer verurteilt. In den neutralen Niederlanden galt eine Generalmobilmachung. Humanitarisme.nl berichtet, dass seine Kriegsdienstverweigerung auf das Lesen der Bücher von Tolstoi zurückzuführen ist.
Verheiratet mit Johnna Scholten, am 14. Juni 1919 in Enschede.
Während der Besatzung verbreitete er verbotene Drucksachen, darunter Vrij Nederland und Het Parool. (Cammaert XI, S. 1042) Wahrscheinlich auch De Vonk, da er wegen seiner Verbindungen zur C.P.N. am 19. Juni 1942 verhaftet wurde. Obwohl er nicht als gefallener Genosse in den Archiven der CPN, die im Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam aufbewahrt werden, auftaucht, enthält unsere Liste auch CPN mit seinem Namen, da er zusammen mit CPN-Leuten festgenommen wurde. Siehe Archiv der CPN im International Institute of Social History.
In einem Schreiben des Roten Kreuzes vom 25. Oktober 1945 an die Familie wird davon ausgegangen, dass er etwa Mitte Dezember 1944 in Neuengamme gestorben ist. So im Standesamtsauszug in Heerlen: 15. Dezember 1944 in Neuengamme, als solcher in Heerlen eingetragen am 8. Dezember 1950. Er soll im Dezember 1944 in Neuengamme gesehen worden sein (Reveille des Roten Kreuzes, Ausgabe 11/12 1946)
Am 21. September 2015 schrieb „Eddy“ auf oorlogsgravenstichting.nl:Johan Herman wurde vom KZ Amersfoort nach Buchenwald deportiert. Von dort nach Dachau und dann nach Natzweiler. Von Natzweiler zurück nach Dachau und von dort nach Neuengamme. Johan wurde schließlich von Neuengamme nach Bergen-Belsen verlegt, wo er am 12 Juli 1944 starb.
Er steht auf der Ehrenliste der Gefallenen 1940-1945 der Zweiten Kamer des Parlamentes der Niederlande.
Wand: mittel, Zeile 07-02
Musch,
Jaap
∗ 1913-03-08
Amsterdam
† 1944-09-07
Ommen
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Heerlen - Brunssum - NV - Untergetaucht - Jaap und Gerard Musch leisteten ihre Widerstandsarbeit auf der Grundlage ihres christlichen Glaubens. „Die Brüder Jaap und Gerard Musch aus Amsterdam begannen ihre Rettungsarbeit im Juli 1942, als die ersten Juden deportiert wurden. … Im Sommer 1942 zog Jaap Musch nach Südlimburg, um Adressen für jüdische Kinder zu finden. Er fand auch eine Stelle als chemischer Analyst bei den Staatsminen. Musch ließ sich in Heerlen nieder, wo er Kontakt zu Pfarrer G.J. Pontier aufnahm." (Cammaert V, IV.2.2. De N.V.)
Jaap musste dies mit dem Tod bezahlen, nachdem er mit einigen Kindern in Nijverdal untergetaucht war und durch Zufall entdeckt wurde. Auch diesmal konnten die anwesenden Kinder entkommen.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-22
Ramakers,
V.L.Servaas
∗ 1906-04-23
Schinnen
† 1945-03-09
Bergen-Belsen
Heerlen - L.O. - Geistlicher - Kaplan in Heerlerheide. Am 18. August 1945 von der Landwacht verhaftet. Siehe Cammaert VIb, S. 665 und "Vier dont ut zelf - 150 jaar geschiedenis van een parochie" (150 Jahre Geschichte einer Pfarrgemeinde). Die Kapelaan Ramakersstraat hinter der Kirche in Heerlerheide ist nach ihm benannt.
Wand: links, Zeile 16-04
Rinzema /Rensema,
Sjoerd
∗ 1909-02-28
Drachten
† 1945-06-01
Maastricht
Heerlen - CPN - Presse - Bäcker. Laut oorloggravenstichting.nl/ und verzetsmuseum.org war sein Name Rinzema, laut der Kartei der CPN (kommunistische Partei) hieß er Rensema. Da dasselbe Sterbedatum angegeben ist, handelt es sich wahrscheinlich um dieselbe Person. Verteiler von De Vonk und De Waarheid. Im Juni 1942 verhaftet. Er kam am 26. Mai 1944 in Dachau an, wurde dort am 29. April 1945 befreit, starb aber kurz darauf in Folge seiner Entbehrungen.
Wand: mittel, Zeile 08-01
Rooyackers /Rooijackers,
Wim A.
∗ 1918-03-13
Heerlen
† 1944-09-05
Vught
Heerlen - früher Widerstand - K.P. - Presse - Polizei - Wilhelmus Antonius (Wim) Rooijackers war Handelskorrespondent und Mitglied der Grubenpolizei. Schon in den ersten Kriegsjahren kümmerte er sich um Kriegsgefangene, die aus Deutschland geflohen waren. (Cammaert III, S. 217) und war an einem gescheiterten Attentatsversuch beteiligt (Cammaert IV, S. 286). Er war auch in der Gruppe aktiv, die die illegale Zeitschrift Het Parool in Südlimburg vertrieb. (Cammaert XI, S. 1050) Er wurde zusammen mit der Hebamme A.M. Bensen-Offermans verhaftet, die bei der Razzia im Maastrichter Gefängnis befreit wurde.
Aber Wim Rooijackers war einer von vielen, die am Dolle Dinsdag in Vught hingerichtet wurden.
Wand: links, Zeile 17-03
Savelsberg,
Reinier
Harry
∗ 1895-04-27
Schaesberg
† 1943-05-02
Wellerlooi (Bergen [L])
Heerlen - April-Mai-Streik - Reinier Savelsberg war Elektriker im staatlichen Bergwerk Oranje-Nassau III und am April-Maistreik von 1943 beteiligt. In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 1943 wurden Servaas Toussaint und Meindert Tempelaars vom Polizeistandgericht in Maastricht zum Tode verurteilt. Die Geschichte hinter dem Widerstandsmonument Wellerlooi
Siehe auch:
den Artikel: als de mijnwerkers staken tegen de Duitse bezetter (Wenn die Bergleute gegen die deutsche Besatzung streiken)
demijnen.nl: April-Mai-Streik 1943.
Für die niederländischen Texte empfehlen wir www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
Wand: links, Zeile 17-04
Schiphorst,
Tom
∗ 1923-01-01
Heerlen
† 1945-03-09
Mauthausen
Heerlen - Nijmegen - L.O. - K.P. - Presse - Student*in - Schüler an der MTS (technische Sekundarschule), wohnhaft in Nijmegen. Er kümmerte sich um Untergetauchte und verteilte illegale Zeitschriften. Er versteckte auch einen amerikanischen Piloten. Gehörte zur LO-Maas en Waal. Am 1. August 1944 wurde er verhaftet und am 9. März 1945 starb er im KZ Mauthausen.
Wand: links, Zeile 18-01
Schutte,
Jacob
∗ 1920-12-01
Heerlen
† 1944-12-31
Neuengamme
Heerlen - Bergmann
Wand: links, Zeile 18-02
Sikkes,
Hendrik
∗ 1894-11-24
Gaasterland
† 1945-05-31
Bergen-Belsen
Heerlen - L.O. - Bergmann und Judenhelfer, geboren am 24. November 1894 in Mirns en Bakhuizen (im Friesischen Gaasterland). Heiratete Marijke Teernstra am 17. Mai 1924 in Gaasterland. Trotz ihrer relativen Armut nahmen sie am 7. Mai 1944 die 19-jährige Martha de Lieme auf, die untergetaucht war und dem Widerstand angehörte. Der älteste Sohn von Marijke, aus einer früheren Ehe, verrät Martha nach einem Streit. Zum Zeitpunkt der Verhaftung waren ihre 8 Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren. Quelle: Gaasterland in de tweede wereldoorlog, het jaar 1944 (Gaasterland im Zweiten Weltkrieg, das Jahr 1944) Suche nach 19 JUNI.
„Als Folge von Verrat verhafteten Nitsch, Conrad und Landwächter M. Raeven am 19. Juni 1944 Frau B. Heddema, die Familie Hardeveld aus Brunssum, H. Sikkes aus Heerlen und eine Anzahl nicht namentlich bekannter Juden. Am 1. September wurde die Familie Hardeveld freigelassen. Frau Heddema wurde Anfang 1945 in Innsbruck befreit. Sikkes starb am 31. Mai 1945 in Bergen-Belsen. Über das Schicksal der verhafteten Juden ist nichts bekannt.“ (Cammaert VIb, S. 671) Hendrik Sikkes wird posthum mit dem verzetsherdenkingskruis (Widerstandsgedächtniskreuz) ausgezeichnet, und seine Frau Marijke erhält am 6. Mai 1980 den Yad Vashem Orden für ihre Hilfe für die jüdischen Mitmenschen.
Wand: links, Zeile 18-03
Sluymers,
Leendert L.
∗ 1922-01-03
Heerlen
† 1945-03-03
Hamburg-Neuengamme
Heerlen - Untergetaucht - Grund für seine Verhaftung am 25. Juli 1944: Sich drücken vor der Zwangsarbeit (beschönigend Arbeitseinsatz genannt, meist in der deutschen Industrie).
In den erhaltenen Totenbüchern von Neuengamme (der Registrierung verstorbener Häftlinge) sind mehrere Krankheiten aufgeführt, an denen Häftlinge starben: Enteritis, Tuberkulose, Ruhr, Herzversagen usw. Das ist Verschleierung. Die eigentliche Todesursache waren fast immer die miserablen Bedingungen im Lager. Außerdem sind die Daten völlig unzuverlässig. Oft wurde bei der Registrierung nur irgendetwas geschrieben. (Quelle: Judith Schuyf, Nederlanders in Neuengamme: de ervaringen van ruim 5500 Nederlanders in een Duits concentratiekamp 1940-1945 (Niederländer in Neuengamme: die Erfahrungen von über 5500 Niederländern in einem deutschen Konzentrationslager 1940-1945) ISBN: 9789059940512, zitiert auf monument.vriendenkringneuengamme.nl, siehe Link unten)
Wand: links, Zeile 19-01
Smit,
Sjef
∗ 1916-09-09
Roermond
† 1942-09-17
Amsterdam
Heerlen - früher Widerstand - Gruppe Smit - Polizei - Jef Smit aus Roermond, vor dem Krieg Berufssoldat, entschied sich nach der Demobilisierung im Juli 1940 für den Polizeidienst in Heerlen. Er blieb nicht lange dort. Er war empört darüber, dass die öffentlichen Auftritte von NSB-Mitgliedern und anderen pro-deutschen Elementen ungestraft blieben. Als dann auch noch klar wurde, dass Anti-NSB-Stimmungen unterdrückt werden sollten, hatte er genug. Er verlor das Vertrauen in die Polizeiführung und legte im Frühjahr 1941 sein Amt nieder. Am 19. Juni fing er als Dreher bei der Oranje-Nassau-Mine an zu arbeiten.
Dort stahl er Dynamitstangen, um Sabotageakte zu begehen. (Cammaert II, S. 107)
Er suchte und fand Kontakt zu ehemaligen Soldaten und anderen, die so dachten wie er, in den Minen und darüber hinaus. So entstand die Gruppe Smit.
Smit wurde erschossen und am 17. Mai 1954 in Maastricht im Grab R 20b auf dem Städtischen Friedhof am Tongerseweg beigesetzt, Ehrenrotunde R: Gräber von 6 gefallenen Limburger Widerstandskämpfern.
Wand: links, Zeile 19-02
Spreksel,
Charles
∗ 1916-07-03
Heerlen
† 1945-01-07
KZ Schömberg, KZ Natzweiler
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Ehemaliger Soldat und Schaufensterdekorateur. Zunächst verteilte er illegale Zeitschriften und selbst abgezogene Flugblätter, die von Kaplan E. Hennekens aus Valkenburg geliefert wurden. Sie erhielten zunehmend Unterstützung von jungen Leuten, vor allem von Familienangehörigen und engen Freunden. Ende 1940 hatten die Sekundarschüler A.J.A. Rameckers, P.L.W.A. Leclou und H.H. Baeten eine kleine Widerstandsgruppe gebildet (Cammaert Kapitel II, S. 109 -110). Laut dem Betkärtchen wurde er am 2. Februar1942 verhaftet und gelangte über Maastricht, Amsterdam, Amersfoort, Vught, Buchenwald, Natzweiler, Dachau, Ottobrünn nach Dautmergen, wo er am 6. Januar 1945 starb.
Sterbeurkunde auf oorlogsbronnen.nl
Wand: links, Zeile 19-03
Tempelaars,
Meindert
∗ 1904-06-06
Den Haag
† 1943-05-02
Wellerlooi (Bergen [L])
Heerlen - April-Mai-Streik - Meijnardus Jacobus Tempelaars war Hauer in der Staatsmine Oranje-Nassau III. Im Zusammenhang mit dem Bergarbeiterstreik verhaftet, wurde er in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 1943 zusammen mit Renier Savelsberg und Servaas Toussaint vom Polizeistandgericht in Maastricht zum Tode verurteilt und von einem Erschießungskommando der Ordnungspolizei auf der Hamertse Hei bei Wellerlooi hingerichtet
demijnen.nl: De Limburgse mijnen en mijnwerkers tijdens de bezetting 1940-1944 (Die Limburger Zechen und Bergleute während der Besatzung 1940-1944) einschließlich des April-Mai-Streiks 1943
Die Geschichte des verzetsmonument (Widerstandsdenkmal) Wellerlooi. Nach Angaben von oorlogsgravenstichting.nl wurde er in Maastricht ermordet.
Wand: links, Zeile 18-04
Tobben,
Harrie /Harry
∗ 1917-08-24
Heerlen
† 1945-03-15
Hameln (D
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Ordedienst - Netzw. Bongaerts - Polizei - Glockenspiel - Ehemaliger Soldat und nach seiner Demobilisierung durch die Deutschen in 1940 Mitglied der Grubenpolizei. War unter anderem an Sabotageakten in der Oranje-Nassau Mine I (O.N. I) in Heerlen beteiligt, was von der SiPo aufgedeckt wurde. Im Juni 1942 tauchte er auf Anraten von Polizeifreunden in Baexem unter, half aber weiterhin Flüchtlingen. Aus der Rede von Dr. Fred Cammaert bei der Enthüllung der Gedenktafel am Friedensglockenspiel): „Unter der inspirierenden Führung von Charles Bongaerts widmeten er und andere ehemalige Militärangehörige sich allen möglichen Widerstandsaktivitäten. Sie reichten von der Hilfe für Juden, alliierte Flieger und Untergetauchte über das Sammeln von Waffen und Geheimdienstinformationen bis hin zur Herstellung und der Verteilung „illegaler“ Zeitschriften und Sabotageakten. Durch die Infiltration durch Provokateure in deutschen Diensten wurde er am 6. August 1943 verhaftet.“. [1]
Siehe auch die Geschichte von Tante Coba. [2]
Wand: links, Zeile 19-05
Vinerius /Vienerius,
Engelbert Joseph
∗ 1893-05-10
Rheine
† 1942-11-17
Neuengamme
Heerlen - CPN - Presse - Bergmann, Verteiler von De Vonk und De Waarheid, im August 1942 verhaftet. Gestorben im Stammlager KZ Neuengamme.
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Wand: mittel, Zeile 08-02
Vlemmings,
Lambert
∗ 1918-11-10
Breda
† 1945-02-23
Dachau
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Lambertus Arnoldus Vlemmings war ein ehemaliger Soldat und nach seiner Demobilisierung durch die Deutschen in 1940 Paketzusteller bei Van Gend & Loos. Am Anfang des Krieges verteilte er illegale Zeitschriften und selbst erstellte Flublätter, die von Kaplan Hennekens aus Valkenburg geliefert wurden. „Ab dem Frühjahr 1941 konzentrierte sich die Gruppe Smit auch auf das Sammeln von Informationen sowie das Beschaffen und Kaufen von Waffen, Munition und Sprengstoff. Smit übertrug L. Vlemmings die Verantwortung dafür.“ (Cammaert Kapitel II, S. 110.) Verhaftet am 02-02-1942, verurteilt zu 12 Jahren Gefängnis, goud-militair en na zijn demobilisatie door de Duitsers in 1940 estorben in Dachau am 23-02-1945.
Wand: links, Zeile 19-04