Sophie Cahn-Leviticus (Sophie Rosette)
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Sophie Rosette Cahn-Leviticus


Kriegsdenkmal in Aachen-Eilendorf

Limburg 1940-1945,
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Sophie Cahn-Leviticus
(Sophie Rosette)


 04-12-1913 Dordrecht      31-10-1944 Auschwitz / Oświęcim (30)
- Valkenburg - - -

    Am 30. Juli 1942 heiratete Sophie Rosette Leviticus in Dordrecht (wo ihre Familie wohnte) Louis Cahn.
    Siehe auch die Anzeige in de Wochenzeitung Joods Weekblad vom 7. August 1942 anlässlich der gleichzeitigen Hochzeit von Sophie und ihrem Bruder Henri. Darin wird die neue Adresse Grendelplein 8, Valkenburg genannt. [1]
    Das war das Elternhaus von Lou, es hat jetzt die Hausnummer Grendelplein 7.

    In Bezwaard verleden wird das Arolsen-Archiv zitiert. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar. [2]
    Nach ihrer Hochzeit zog das Paar in die Korte Waal 30 in Amsterdam. Sie wurden in ihrem Versteck verhaftet.

    In der Biografie ihres Mannes Louis Jacques Cahn bei genealogieonline steht, dass sie zuvor in Leerdam untergetaucht waren und erst dann zu einer neuen Tauchadresse in Amsterdam gezogen sind. Sie waren natürlich noch in Valkenburg-Houthem gemeldet und nicht an ihren Tauchadressen. Dort kam die Polizei dann auch, um den Meldeaufruf zu Lous’ Eltern zu bringen, wie wir sehen werden. Dabei müssen wir bedenken, dass ihre Hochzeit am 30. Juli 1942 in Dordrecht stattfand und dass sie sich für die erste Deportation am 25. August 1942 hätten melden müssen. Nachdem Louis und wahrscheinlich auch seine Frau für diesen Transport vorgeladen worden waren, sind sie nicht erschienen.
    Im Stadtarchiv von Valkenburg befindet sich ein Brief vom 24. August 1942 vom Vater von Louis an den Bürgermeister. Er schreibt, dass sein Sohn in Dordrecht geheiratet habe und nicht zurückgekehrt sei. „Auf Nachfrage in Dordrecht erhielt ich die Antwort, dass auch dort niemand wusste, wo sich das frisch verheiratete Paar aufhielt. Nun glaube ich, dass er mit seiner Frau nach Polen abgereist ist, da er immer wieder betont hat, dass er seine Frau nicht alleine gehen lassen würde, wenn in Dordrecht der Aufruf zur Ausreise nach Polen käme, und dass er genau aus diesem Grund eine Schnellhochzeit eingegangen war.“

    In Wirklichkeit tauchte das junge Paar bei einer Familie in Leerdam unter. Neun Monate später zogen sie nach Amsterdam. Dort wurden sie verhaftet. Lou wurde am 30. November 1942 im Gefängnis an der Amstelveenseweg inhaftiert. Sophie wurde in die Hollandse Schouwburg gebracht. Aus den Unterlagen von Westerbork geht hervor, dass Sophie am 8. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert wurde, wo sie im Alter von 29 Jahren starb. Nach den Unterlagen des Joodsche Raad wurde Lou am 8. Januar 1943 nach Westerbork transportiert. Er sprang jedoch aus dem Zug, der ihn nach Kamp Westerbork bringen sollte. Er wurde angeschossen und an Beinen und Kopf verletzt. Er konnte einen Polizisten, der ihn gefunden hatte, dazu bewegen, ihn gehen zu lassen, indem er ihm Schmuck anbot, den er im Saum seiner Hose versteckt hatte. Bei Sophies Schwester in Amsterdam wurden seine Wunden versorgt. Von dort kehrte er zu seinem Versteck in Leerdam zurück. Da blieb er bis zur Befreiung.
     [3]

    Daraus können wir schließen, dass Sophie nie wirklich in Valkenburg gewohnt hat. Bis zu ihrer Heirat in Dordrecht, danach untergetaucht in Leerdam und Amsterdam. Zwischen ihrer Heirat und ihrer Verhaftung war sie womöglich in Valkenburg gemeldet. Dies spielt eine Rolle bei der Frage, ob sie zusätzlich auf dem Jüdischen Denkmal am Eingang des israelitischen Friedhofs in Valkenburg erwähnt werden sollte.

    Fußnoten

    1. joodsmonument.nl Sophia Rosette Cahn-Leviticus
    2. R.J.T. van Rijsselt, E.F. van Rijsselt en M.C. Vlieks, Bezwaard Verleden, Ontrechting en Rechtsherstel van Joodse inwoners in de voormalige gemeenten Valkenburg-Houthem en Berg en Terblijt, PDF, Copyright © 2025
      ISBN/EAN 978-90-9040873-6
    3. Stamboom Martens IJsselstreek » Louis Jacques Cahn (1910-1996)