“Dick” Sleeuwenhoek (Dirk)
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Dirk Sleeuwenhoek ist (noch?) nicht an den Wänden der Gedächtnisapelle aufgelistet
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Kriegsdenkmal in Aachen-Eilendorf

Limburg 1940-1945,
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Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes

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“Dick” Sleeuwenhoek
(Dirk)


∗ 16-05-1917 Delft? Rotterdam?     † 26-05-1967 Amersfoort (50)
- Hilfe für getürmte Kriegsgefangene - Früher Widerstand - Gruppe Erkens - Nachrichtenbeschaffung - Überlebenden - Eijsden -

    oorlogsbronnen.nl und andere Quellen geben als Geburtsort Rotterdam an. [1]
    Im September 1941 wurde in Eijsden ein neuer Zollbeamter eingestellt, Dirk Sleeuwenhoek aus Delft. Jan Smeets lernte ihn in der Kneipe von Maria Walpot an der Grenze in Withuis kennen. Dirk Sleeuwenhoek freundete sich schnell mit der Familie Smeets an und kam regelmäßig zum Abendessen zu ihnen nach Hause. Vater Alphons Smeets fragte ihn so oft nach dem Dienstplan und der Anzahl der Grenzer aus, dass Sleeuwenhoek das bald bemerkte. Smeets erzählte ihm daraufhin die Wahrheit, und Sleeuwenhoek war zur Zusammenarbeit bereit. Von nun an kontrollierte er das Grenzgebiet mit dem Fahrrad und in Uniform. Wenn alles sicher war, überquerte Jan Smeets mit seinen Flüchtlingen die Grenze am Grenzpfosten 45, und dann gingen sie innen durch zur kleinen Bretterbrücke über die Berwinne zum Bauernhof von Guillaume Otten. [2]

    G.Sleeuwenhoek schrieb diesen Beitrag am 18. Mai 2015 auf verzetsmuseum.org mit Delft als Geburtsort: [3]
    Dirk Sleeuwenhoek (Dick) war ein Widerstandskämpfer und von Beruf Zollbeamter. Dick Sleeuwenhoek half unter anderem geflohenen Kriegsgefangenen und Juden, über Maastricht die Grenze nach Belgien zu überqueren, um nach Frankreich und Spanien zu gelangen. Die Kontakte nach England liefen über den Grafen von Liedekerke de Pailhe, Alfons und Hubert Smeets. Dabei ging es um das Hannibalspiel. Im Oktober 1942 wurde er durch Verrat verhaftet und in Maastricht inhaftiert, wo der SD ein Kloster am Tongerseweg als Gefängnis nutzte. Ende November 1942 wurden er und andere Widerstandskämpfer aus seiner Gruppe in das SD-Polizeigefängnis Haaren verlegt. Am 27. Juli 1943 wurde er in das Kriegswehrmachtsgefangnis an der Gansstraat in Utrecht verlegt, wo zwei Tage später der Prozess begann. Bei dem Prozess in der Gansstraat wurden Todesurteile ausgesprochen, drei begnadigt und der Rest wie Dirk Sleeuwenhoek ‚abgetrennt‘. Am 23. Oktober 1943 wurden er und die übrigen abgetrennten Häftlinge in das KZ Amersfoort verlegt. Am 27. Oktober 1943 wurde Dirk Sleeuwenhoek mit 67 anderen Häftlingen in das KZ Natzweiler transportiert, wo er als Nacht- und Nebel-Häftling schwerer Zwangsarbeit unterworfen wurde. Nacht und Nebel war eine vom Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel [4], auf Befehl Adolf Hitlers angeordnete Sonderstrafklasse während des Zweiten Weltkriegs, um Widerstandskämpfer spurlos verschwinden zu lassen. Am 17. April 1945 wurde er in das KZ Dachau verlegt, wo er von der US-Armee befreit wurde. Dirk Sleeuwenhoek starb am 26. Mai 1967 im Alter von 50 Jahren.
    Geschrieben von G.Sleeuwenhoek am 18. Mai 2015 auf verzetsmuseum.org. [3].

    Fußnoten

    1. Dirk Sleeuwenhoek
      1. oorlogsbronnen.nl
      2. openarchieven.nl
      3. ancestors.familysearch.org
    2. Paul de Jongh
      • Grenzeloos verzet Over spionerende monniken, ontsnappingslijnen en het Hannibalspiel, 1940-1943
      • Résistance sans frontières À propos de moines espions, de lignes d’évasions et du Hannibalspiel, 1940-1943
    3. verzetsmuseum.org Dirk Sleeuwenhoek
    4. Wilhelm Keitel, Wikipedia • Nederlands • Deutsch • English • Français • Español