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Ansprache von Theo „Harry“ Goossen bei der Abschiedsfeier von „Paul“, Seite 1

Theo Goossen (Harry van Benthum) war Subdistriktschef der LO in Kerkrade und leitete den Nachrichtendienst der L.O. im Kohlerevier, der nach der Befreiung bald große Teile Limburgs umfasste. Pierre Schunck war sein Informant für den Kreis Valkenburg.
Der Scan der Seite 1. fehlt.

An einem der ersten Septembertagen des Jahres 1943, bei der Gründung des L.O.-Kreises Heerlen, war anwesend ein gewisser Herr „Paul Simons&lquo;. Dies geschah in der Wohnung des Rektors Prompens im St.-Jozef-Krankenhaus an der Putgraaf.
L.O. bedeutete: „Landelijke Organisatie“ und stand für Nationale Hilfe an „Untertaucher". Der L.O.-Distrikt, der anfangs unter dem Kürzel L18 lief, später unter Z18, umfasste, außer Maastricht und Umgebung, etwa ¾ des südlichen Niederländisch-Limburg.
Kaplan Giel Berix aus Heerlen, ein Freund von „Paul“ und Mitgründer der L.O. in Heerlen, wurde nach dem Rücktritt von Rektor Prompers aus triftigen Gründen und auf eigenem Wunsch, der Distriktleiter von Z18 (Er wurde am 21.6.1944 in Weert verhaftet und ist im KZ Bergen-Belsen gestorben). Der Distrikt Heerlen war in 9 Rayons (Kreise) unterteilt.
Der anwesende Herr „Paul“ wurde der Leiter des Rayon Valkenburg, dessen Widerstandsaktivitäten sich bis nach Gulpen und Maastricht hinein ausdehnten, während zu der Zeit auch Klimmen und Umgebung dem Rayon Valkenburg zugeschlagen worden waren.

Bei diversen geheimen Zusammenkünften und über die notwendige Zusammenarbeit lernte man sich besser kennen und es wurden, außer Nachnamen auch Familienangelegenheiten -einigermaßen- bekannt.
„Paul“ hieß mit Nachname Schunck, er wohnte in Valkenburg, hatte dort eine Wäscherei, in der auch seine Frau Gerda eine leitende Rolle spielte. Zu bestimmten Zeiten war „Paul“ in Heerlen auf der Ecke Kruisstraat-Geleenstraat anzutreffen, wo Kleidung produziert wurde.

Der Widerstand von „Paul“ Schunck richtete sich gegen

  • die verräterische Besetzung unseres Landes
  • die diktatorische Machtentfaltung, unter AUSSCHLUSS jeglicher Freiheit
  • das unmenschliche Vorgehen
  • das Ausschalten und Ausrotten von anders Denkenden.

Aber:

Sein Handeln richtete sich in der Hauptsache auf Hilfestellung an Menschen in Not:

  • An notleidende Familien, deren Mann-und-Vater hatte fliehen müssen, untergetaucht war, oder in einem Gefängnis bzw. in einem der grausamen KZs eingesperrt war.
  • Obdach und Tauchadressen organisieren für Flüchtlinge, für Juden, für abgestürzte alliierte Piloten, für gesuchte Widerständler, usw.
    Diese Menschen mussten alle mit Nahrung, Kleidung, Bezugskarten, Personalausweisen, Stammkarten, Marken usw. usw. versorgt werden,
  • Die Verwirklichung dieser Hilfe erforderte Organisation, Beratungen, intensive Zusammenarbeit usw, und das alles unauffällig und im Geheimen!

S. 2

Album : Widerstand

Pierre Schunck
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