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Hierunter folgt eine Geschichte, wie es tausende gegeben hat. Viele sind nicht erhalten. Sie wurde mir aus Australien geschickt, von jemandem dessen Vater auch im valkenburger Widerstand war. Sie erinnert uns an die unzähligen Menschen, die sich jeden Tag eingesetzt haben für die vielen kleinen aber auch großen Untergrundtätigkeiten. Manchmal geht auch schon mal etwas schief. Gerade dann riskierten sie ihr Leben.


1932, Bronsdalgroeve

Die Kalksteinhöhlen Bronsdalgroeve und der Vlaberg am Geulweg, 25. März 1932, Meerssen-Geulhem. In diesem stillgelegten unterirdischen Teil der Kalksteinbrüche wurde gegen Ende des Krieges für die Luftwaffe eine Werkstatt zur Überholung von Flugzeugmotoren eingerichtet. In der Nähe befand sich die „Taucherherberge“.
Die jüngste Schwester (Carla) von Pierre Schunck hat einmal erzählt, dass ihr Vater Peter, der Besitzer des Steinbruchs, einmal eine Gruppe von deutschen Offizieren durch den Betrieb führen sollte. Er wusste über die Taucherherberge ungefähr Bescheid. Als die Deutschen auch die Höhle besichtigen wollten, stieß er mit einem Stock ein paar lose Brocken Kalkstein von der Decke und sagte: „Wir können hier nicht weitergehen, wegen Einsturzgefahr!“
Die Deutschen wollten ganz schnell wieder nach draußen und sind nie wieder gekommen.
Bildquelle: Historisch Centrum Limburg (HCL)


Die untenstehende Geschichte braucht ein wenig Erläuterung.

  • Sie wurde mir aus Australien zugeschickt von einem Sohn des Coen Grotaers, von dem hier die Rede ist.
  • Zu dieser Zeit gab es in Geulhem zwei Kalksteinbrüche entlang der Göhl, am Meerssenerbroek. Eine davon war Eigentum von Peter Schunck, dem Vater von Pierre Schunck. Sie war teilweise ein weit verzweigtes Höhlensystem. Darin war eine Tauchherberge eingerichtet. Der andere Steinbruch gehörte dem unten erwähnten Wim Curfs.
  • Vermutlich ging es in der untenstehenden Geschichte um Ausweise, die beim Überfall auf das Zuteilungsamt in Valkenburg erbeutet worden waren. Wir dürfen hoffen, dass nach jenem Unfall noch einmal jemand mit neuen Ausweisen nach Kaldenkirchen gegangen ist.
  • Das Methangas, von dem hier die Rede ist, war kein Holzgas. Nur die Wehrmacht verfügte über Benzin. Nur die Wehrmacht hatte Benzin, daher hatten eine Menge Leute Holzgasgeneratoren auf dem Auto. Die waren nicht ungefährlich. Es war eine kleine Fabrik, auf dem Heck oder auf dem Dach, in dem das Holz beheizt wurde. Dabei entstand Holzgas und Teer. Man tankte also nicht, sondern packte neues Holz rein. Normalerweise war die Anlage dann kalt, aber während einer langen Fahrt, wenn die Anlage also heiß war (sonst funktionierte sie ja nicht) könnte die Flamme in die Pfanne schlagen. Aber das ist hier nicht passiert, schreibt der Sohn von Coen Grotaers. Sein Vater fuhr einen LKW, der von Methangas aus der Fabrik angetrieben wurde. Vermutlich also ein Produkt aus der Kokerei auf der „Kull“.
  • Aus der Mail geht hervor, dass es auch Kontakte mit Deutschen Widerstandsgruppen gab.

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Hi, to whom it may concern.
My name is Victor Grotaers and I live in Australia, north-east of Melbourne.

Mein Vater (Coen Grotaers) war Teil der Widerstandsgruppe im Dölkesberrig (Dohlenberg) (Tauchherberg) in Geulhem und arbeitete auch für Peter Schunck im Mergelsteinbruch, wo er von etwa 1943 bis etwa 1946 den von Dampf angetriebenen Schürfkübelbagger bediente, mit dem der Mergelkalkstein abgebaut und auf Lastwagen geladen wurde. (Dieser Seilbagger hatte einen Schürfkübel von 2 Kubikmeter und ich weiß, dass er von Dampf angetrieben wurde, weil ich manchmal mit ihm mitgegangen bin, und dann musste ich auf einem jener ziegelförmigen Riesenbriketts sitzen, die in den Ofen gingen!)

Ich habe einige Berichte über die Widerstandsbewegung im Internet gesehen und viele Namen wieder erkannt aus den Berichten unserer Eltern über was sie während ihrer Aktivitäten in der Bewegung getan hatten.
Meine Eltern waren beide an der Widerstandsbewegung beteiligt. Meine Mutter kochte auch Mahlzeiten für die „onderduikers“ (versteckte Menschen) und sie versteckte diese unter einem falschen Boden in meinem Kinderwagen. Ich selbst und mein jüngerer Bruder Peter waren die Tarnung! (Ich wurde im Jahr 1942 geboren) (wir wohnten im ersten Haus oben am Bronsdalweg in Berg en Terbijt)
Einmal fuhr mein Vater einen Lastwagen (ich weiß nicht, ob er Schunck oder Wim Curfs gehörte). Er musste nach Kaldenkirchen in Deutschland mit 172 falschen Ausweisen, um Leute aus diesem Konzentrationslager heraus zu holen. Der Lastwagen fuhr auf Methangas. Nach dem Füllen des Lastwagens in Sittard, ging etwas schief und der Lastwagen ging heftig in Flammen auf, Papa wurde schwer verbrannt, aber er überlebte. Dies geschah am 15. März 1944, am Tag bevor mein Bruder Peter geboren wurde.
Mein Vater starb hier in Australien im Jahr 1979.
Ich würde gerne wissen, ob es Aufzeichnungen und Photos in den Archiven gibt, die die Beteiligung unserer Eltern an der Widerstandsbewegung bestätigen.

Many Thanks, Victor Grotaers

Anmerkung: Wer Informationen über das Ehepaar Grotaers hat, melde sich bitte bei mir, ich leite das dann weiter.